Vorschriften und rechtliche Grundlagen der Kranschulungen


Die nachfolgenden gesetzlichen Grundlagen und Vorschriften gelten für alle Unternehmer und Kranbediener sowie alle kraftbetriebenen und teilkraftbetriebenen Krane, beispielsweise LKW-LadekraneHallenkrane, etc. Unsere Kranführerlehrgänge erfüllen sämtliche Vorschriften vollumfänglich und schließen mit einer theoretischen sowie einer praktischen Prüfung ab. Als Nachweis erhalten alle Teilnehmer einen Befähigungsnachweis, den Kranführerschein.


Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG)

Die Verpflichtung des Arbeitgebers zur Unterweisung besteht durch das allgemeine Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG):

§ 12 Untwerweisung

(1) Der Arbeitgeber hat die Beschäftigten über Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit während ihrer Arbeitszeit ausreichend und angemessen zu unterweisen. Die Unterweisung umfasst Anweisungen und Erläuterungen, die eigens auf den Arbeitsplatz oder den Aufgabenbereich der Beschäftigten ausgerichtet sind. Die Unterweisung muss bei der Einstellung, bei Veränderungen im Aufgabenbereich, der Einführung neuer Arbeitsmittel oder einer neuen Technologie vor Aufnahme der Tätigkeit der Beschäftigten erfolgen. Die Unterweisung muss an die Gefährdungsentwicklung angepasst sein und erforderlichenfalls regelmäßig wiederholt werden.


Unfallverhütungsvorschrift BGV A1 Grundsätze der Prävention

sowie durch die "Unfallverhütungsvorschrift BGV A1 Grundsätze der Prävention":

§ 4 Unterweisung der Versicherten

(1) Der Unternehmer hat die Versicherten über Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit, insbesondere über die mit ihrer Arbeit verbundenen Gefährdungen und die Maßnahmen zu ihrer Verhütung, entsprechend § 12 Abs. 1 Arbeitsschutzgesetz sowie bei einer Arbeitnehmerüberlassung entsprechend § 12 Abs. 2 Arbeitsschutzgesetz zu unterweisen; die Unterweisung muss erforderlichenfalls wiederholt werden, mindestens aber einmal jährlich erfolgen; sie muss dokumentiert werden.


Unfallverhütungsvorschrift BGV D6 Krane

Neben diesen allgemeinen Vorschriften zur Unfallverhütung wurden für Kranfahrer spezielle Vorschriften herausgegeben. Maßgebend ist hier insbesondere die "Unfallverhütungsvorschrift BGV D6 Krane":

§ 29 Kranführer, Instandhaltungspersonal

(1) Der Unternehmer darf mit dem selbstständigen Führen (Kranführer) oder Instandhalten eines Kranes nur Versicherte beschäftigen,

  1. die das 18. Lebensjahr vollendet haben,
  2. die körperlich und geistig geeignet sind,
  3. die im Führen oder Instandhalten des Kranes unterwiesen sind und ihre Befähigung hierzu ihm nachgewiesen haben und
  4. von denen zu erwarten ist, dass sie die ihnen übertragenen Aufgaben zuverlässig erfüllen.

Der Unternehmer muss Kranführer und Instandhaltungspersonal mit ihren Aufgaben beauftragen. Bei ortsveränderlichen kraftbetriebenen Kranen muss der Unternehmer den Kranführer schriftlich beauftragen.

(2) Absatz 1 gilt nicht für handbetriebene Krane.

Es ist also dringlichst zu empfehlen, die Durchführung der Unterweisung mit Datum, Namen der Teilnehmer, Name des Unterweisers sowie einer stichwortartigen Zusammenfassung der Inhalte zu dokumentieren und diese Unterlagen zu archivieren.

Diese Vorschriften sind rechtsverbindlich, andernfalls wird eine Ordnungswidrigkeit nach BGV D6 begangen:

§ 44 Ordnungswidrigkeiten

Ordnungswidrig im Sinne des § 209 Abs. 1 Nr. 1 Siebtes Buch Sozialgesetzbuch (SGB VII) handelt, wer vorsätzlich oder fahrlässig den Bestimmungen [...] des § 28a in Verbindung mit § 29 Abs. 1 [...] zuwiderhandelt.